Alte Landkarten

Das ganze Land auf einen Blick – frühe Karten des Bistums Münster

von Dr. Rita Kauder-Steiniger

Schlechte Herberge, grobes Brot, dünnes Bier, lange Meilen gibt es in Westfalen; wer es nicht glauben will, laufe da.

Schlechte Herberge, grobes Brot, dünnes Bier, lange Meilen gibt es in Westfalen; wer es nicht glauben will, laufe da.

Die Landkarten des 16. und 17. Jahrhunderts dienten nicht dazu, den kürzesten, schnellsten oder schönsten Weg von A nach B zu finden, sondern sollten dem jeweiligen Herrscher – aber auch z.B. Kaufleuten oder Gelehrten – einen Überblick über Städte, Dörfer, Burgen, Klöster und nicht zuletzt über die Grenzen eines Gebietes ermöglichen. Deshalb wird hier der Frage nach der Genauigkeit der Karten auch nicht nachgegangen. Das ist an anderer Stelle schon ausführlich geschehen (s. Literaturangaben).

Die Kugelgestalt der Erde war seit der Antike bekannt, ebenso die Bestimmung einer Ortslage durch die Angabe geografischer Koordinaten mittels der gedachten Längen- und Breitenkreise um die Erde. Als Nullmeridian, d.h. als der Längenkreis, von dem aus die Zählung in westlicher bzw. östlicher Richtung begann, wurde seit der Antike in weiten Teilen Europas der Meridian angenommen, der durch die Kanarische Insel Ferro (El Hierro) verläuft. Erst 1884 legte man als Nullmeridian international den durch Greenwich in England fest.

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Circus

Circus in Münster

von Dr. Rita Kauder-Steiniger

Der europäische Circus – ja, die Unternehmen selbst und ihre Fans schreiben Circus mit „c“ –, wie wir ihn heute kennen als Mischung aus Tierdressuren, Artistennummern und Clownerien, hat vielfältige Wurzeln.

Das „fahrende Volk“ unterhielt sein Publikum auf Messen, Jahrmärkten und Festen schon seit dem Mittelalter mit waghalsigen artistischen Künsten und Geschicklichkeitsdarbietungen. Kunst-, Schulreiterei und Pferdedressur, gepflegt in Reitakademien, gab es schon lange vor der Entstehung des Circus. Reisende Kunstreitergesellschaften erstaunten mit ihren Kunststücken die Menschen, und Pferdeballette waren Teil höfischer Unterhaltung.

Anzeige im „Westfälischen Merkur“ vom 03.07.1842, Stadtarchiv Münster

Anzeige im „Westfälischen Merkur“ vom 03.07.1842, Stadtarchiv Münster

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25 Jahre Stadtmuseum Münster an der Salzstraße

Teil 4: Das Stadtmuseum Münster von 2009 bis 2015: Neue Wege der Geschichtsvermittlung und die Schausammlung weiter im Umbau

von Lena Wandkowsky M.A.

Erfolgreiche Ausstellungen bis 2015:

Welchen Sinn hätte das Sammeln und Bewahren von Kulturgut, wenn es nicht erschlossen und vermittelt würde? Deshalb bleibt ein Museum besonders durch seine Dauer- und Wechselausstellungen, aber auch durch innovative und sich stets weiterentwickelnde museumspädagogische Angebote lebendig.

 Spielzeugausstellungen

(Linkes Foto) Bundeskanzlerin Angela Merkel als Barbiepuppe in der Ausstellung „BUSY GIRL - Barbie macht Karriere“ im Jahr 2009; (rechtes Foto) die Ausstellung „Manege frei für PLAYMOBIL! Zirkus- und Spielgeschichte(n)“ im Jahr 2013 im Stadtmuseum

(Linkes Foto) Bundeskanzlerin Angela Merkel als Barbiepuppe in der Ausstellung „BUSY GIRL – Barbie macht Karriere“ im Jahr 2009; (rechtes Foto) die Ausstellung „Manege frei für PLAYMOBIL! Zirkus- und Spielgeschichte(n)“ im Jahr 2013 im Stadtmuseum

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25 Jahre Stadtmuseum Münster an der Salzstraße

Teil 3: Das Stadtmuseum Münster von 1999 bis 2008:
Die Schausammlung im Umbau

von Lena Wandkowsky M.A.

Nicht nur der Sammlungsbestand und die Schausammlung des Stadtmuseums Münster, sondern auch die Präsentation seiner Ausstellungsobjekte hat sich in den letzten 25 Jahren immer wieder verändert. Seit der Wiedereinrichtung der Kabinette zur Ausstellung „30-jähriger Krieg, Münster und der Westfälische Frieden“ im Jahr 1998 wurden fast alle 33 Schausammlungskabinette unter Berücksichtigung veränderter Rezeptionsgewohnheiten der Menschen, neu hinzugewonnener Objekte und neuer Techniken der Vermittlung überarbeitet:

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