Postkarten Kriegsabitur

Postkarten münsterischer Schulen zum Kriegsabitur 1915–1918
von Astrid Peterkord

Um von ihrem erfolgreichen Schulabschluss zu berichten, verschickten Abiturienten und sogenannte Einjährige – Absolventen der Obersekundarreife – spezielle Postkarten an Freunde und Verwandte, die sie teilweise selbst entwarfen. Stellten die Karten um 1900 noch vermehrt schulische Motive dar, so wurden sie während des Ersten Weltkriegs zu einem Medium der Kriegspropaganda. Mädchen konnten in Münster erst ab 1909 an der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule ihr Abitur ablegen.

Postkarte, Die Einjährigen des Königlichen Gymnasiums Paulinum Münster 1915, Stadtmusuem Münster, Inv. Nr. PK-5162-022, 9 x 14 cm, Foto: T. Samek

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70 Jahre CARE-Pakete

Hilfe aus aller Welt für Münster – 70 Jahre CARE-Pakete

von Dr. Anja Schäfers

Am 15. Juli 1946 erreichten die ersten Lebensmittelspenden durch die Hilfsorganisation CARE Bremerhaven. In den folgenden Monaten und Jahren kamen Millionen solcher Hilfspakete nach Deutschland und halfen auch in Münster, den Hunger in der Nachkriegszeit zu lindern. Das Stadtmuseum Münster nahm das siebzigste Jubiläum der CARE-Pakete zum Anlass, mit der Sonderausstellung „Hilfe aus aller Welt für Münster“ an die Versorgung der Stadt in den Notjahren zu erinnern.

Abb. 1: Die Ausstellung präsentierte auch den Original-Inhalt eines CARE-Pakets. Foto: Stadtmuseum Münster, Robin Thier

Abb. 1: Die Ausstellung präsentierte auch den Original-Inhalt eines CARE-Pakets. Foto: Stadtmuseum Münster, Robin Thier

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Infanterie-Regiment Nr. 13

200 Jahre Infanterie-Regiment Nr. 13


Von Dr. Bernd Thier

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des ehemaligen Infanterieregimentes Nr. 13 zeigte das Stadtmuseum Münster 2013 eine kleine Ausstellung zu dessen Geschichte. Nachfolgende finden Sie die wichtigsten Informationen sowie eine Auswahl der präsentierten Abbildungen.

Abb.1 Mitglieder des Infanterie-Regiments Nr. 13 marschieren über den Ludgeriplatz, Postkarte, um 1910 (Stadtmuseum Münster, Foto: Stadtmuseum Münster)

Abb.1 Mitglieder des Infanterie-Regiments Nr. 13 marschieren über den Ludgeriplatz, Postkarte, um 1910 (Stadtmuseum Münster, Foto: Stadtmuseum Münster)

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Alte Landkarten

Das ganze Land auf einen Blick – frühe Karten des Bistums Münster

von Dr. Rita Kauder-Steiniger

Schlechte Herberge, grobes Brot, dünnes Bier, lange Meilen gibt es in Westfalen; wer es nicht glauben will, laufe da.

Schlechte Herberge, grobes Brot, dünnes Bier, lange Meilen gibt es in Westfalen; wer es nicht glauben will, laufe da.

Die Landkarten des 16. und 17. Jahrhunderts dienten nicht dazu, den kürzesten, schnellsten oder schönsten Weg von A nach B zu finden, sondern sollten dem jeweiligen Herrscher – aber auch z.B. Kaufleuten oder Gelehrten – einen Überblick über Städte, Dörfer, Burgen, Klöster und nicht zuletzt über die Grenzen eines Gebietes ermöglichen. Deshalb wird hier der Frage nach der Genauigkeit der Karten auch nicht nachgegangen. Das ist an anderer Stelle schon ausführlich geschehen (s. Literaturangaben).

Die Kugelgestalt der Erde war seit der Antike bekannt, ebenso die Bestimmung einer Ortslage durch die Angabe geografischer Koordinaten mittels der gedachten Längen- und Breitenkreise um die Erde. Als Nullmeridian, d.h. als der Längenkreis, von dem aus die Zählung in westlicher bzw. östlicher Richtung begann, wurde seit der Antike in weiten Teilen Europas der Meridian angenommen, der durch die Kanarische Insel Ferro (El Hierro) verläuft. Erst 1884 legte man als Nullmeridian international den durch Greenwich in England fest.

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