Pokal des münsterischen Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg

von Dr. Edda Baußmann

Pokal, anonym, Niederlande oder Weserbergland, um 1688/1690, Glas, geschliffen, Mattschnitt, Höhe 19,1 cm, Stadtmuseum Münster – Förderverein Stadtmuseum Münster, Inv. Nr. KG-1673-1, erworben 2019, Foto: T. Samek

Ein Highlight aus der Ausstellung „Ans Licht geholt“

Der Trinkpokal aus hellgrauem Glas mit rundem Fuß und hohem Schaft ist mit dem gekrönten Wappen des münsterischen Fürstbischofs Friedrich Christian Freiherr von Plettenberg (1688–1706) geziert.

Weiterlesen

Die Schießhalle Schönhagen-Genert

von Dr. Rita Kauder-Steiniger

Die Schießhalle

Der Nagelschmied Heinrich Schönhagen aus dem ca. 16 Kilometer südlich von Detmold gelegenen Schlangen gründete 1886 die mechanische Schießhalle. Von Anfang an bestand sie aus zwei Buden, die sowohl einzeln auf verschiedenen kleineren Märkten als auch zusammen auf einem großen Jahrmarkt aufgebaut werden konnten.

Weiterlesen

Die Flugblattsammlung Heinz Hesener

Flugblätter im Zweiten Weltkrieg

von Dr. Bernd Thier

Im April 1945 endete mit dem Einzug alliierter Truppen für Münster der Zweite Weltkrieg. Seit 1941 hatten Amerikaner und Briten bei zahlreichen Luftangriffen Tausende von Spreng- und Brandbomben über Münster abgeworfen und den größten Teil der Altstadt in Trümmer gelegt. Heute weniger bekannt ist, was die Alliierten sonst noch über Deutschland und auch über Münster verteilten. Dies ist eine ungewöhnliche Sammlung von Flugblättern des Schülers Heinz Hesener (1928–1973) aus Horstmar, die dieser als Jugendlicher in den Jahren 1940 bis 1945 in und um Horstmar, Coesfeld und Münster selbst aufgesammelt hat.

Heinz Hesener (1928–1973) Foto Privatbesitz

Weiterlesen

Postkarten Kriegsabitur

Postkarten münsterischer Schulen zum Kriegsabitur 1915–1918
von Astrid Peterkord

Um von ihrem erfolgreichen Schulabschluss zu berichten, verschickten Abiturienten und sogenannte Einjährige – Absolventen der Obersekundarreife – spezielle Postkarten an Freunde und Verwandte, die sie teilweise selbst entwarfen. Stellten die Karten um 1900 noch vermehrt schulische Motive dar, so wurden sie während des Ersten Weltkriegs zu einem Medium der Kriegspropaganda. Mädchen konnten in Münster erst ab 1909 an der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule ihr Abitur ablegen.

Postkarte, Die Einjährigen des Königlichen Gymnasiums Paulinum Münster 1915, Stadtmusuem Münster, Inv. Nr. PK-5162-022, 9 x 14 cm, Foto: T. Samek

Weiterlesen