25 Jahre Stadtmuseum Münster an der Salzstraße

Die Schausammlung im neuen Glanz

In den Jahren 2009 und 2010 wurde die Beleuchtung in der Schausammlung im Zuge des Konjunkturprogrammes II ausgetauscht und neuen technischen Standards angepasst: Die energiesparenden Leuchten können nun individuell auf Raum- und Ausstellungskonzept abgestimmt und Lichtszenerien geschaffen werden, indem nun die Leuchten punktgenau in den Stromschienen platziert und variabel geschaltet oder gedimmt werden können. Sie gewähren zudem konservatorischen Schutz für lichtempfindliche Exponate. Für den Ausstellungsaufbau und die tägliche Reinigung können nun entsprechende Lichtszenarien eingeschaltet und so eine effiziente Ausleuchtung erzielt werden.

(Linkes Foto) Eine neue Lichtinstallation wurde 2009 im Kabinett 15 eingefügt; (Rechtes Foto) Das Wissenschaftlerteam um Dr. Barbara Rommé freute sich über die neuen beleuchteten Eingänge zur Schausammlung.

(Linkes Foto) Eine neue Lichtinstallation wurde 2009 im Kabinett 15 eingefügt; (Rechtes Foto) Das Wissenschaftlerteam um Dr. Barbara Rommé freute sich über die neuen beleuchteten Eingänge zur Schausammlung.

2009 erhielt das Kabinett 15 „Das Residenzschloss“ eine neue Lichtanlage, die das Licht eines Kronleuchters simuliert. Die Eingangsbereiche zu den beiden Obergeschossen erhielten außerdem zur besseren Orientierung jeweils eine beleuchtete Eingangsbeschilderung.

Das neu gestaltete Kabinett 7 im Jahr 2010 im Stadtmuseum

Das neu gestaltete Kabinett 7 im Jahr 2010 im Stadtmuseum

Im Frühjahr 2010 erstrahlten alle Kabinette bzw. ihre Objekte im Stadtmuseum durch eine neue Beleuchtung im frischen Glanz. Dieses ist energetisch effizienter und für die Objekte schonender. Gleichzeitig erfuhr das Kabinett 7 eine zweite farbliche und szenische Umgestaltung.

(Linkes Foto) Die beiden Geschäftsführer von Westfalenstoffe Elise Mackenbrock (links) und Magnus Mackenbrock (rechts) überreichten Dr. Barbara Rommé (Mitte) schadstofffreie Stoffe zur Bestückung der Schausammlungsvitrinen; (Rechtes Foto) Die mit dem Ökostoff neu ausgestattete Vitrine in Kabinett 16 im Jahr 2015

(Linkes Foto) Die beiden Geschäftsführer von Westfalenstoffe Elise Mackenbrock (links) und Magnus Mackenbrock (rechts) überreichten Dr. Barbara Rommé (Mitte) schadstofffreie Stoffe zur Bestückung der Schausammlungsvitrinen; (Rechtes Foto) Die mit dem Ökostoff neu ausgestattete Vitrine in Kabinett 16 im Jahr 2015

Anlässlich des 80-jährigen Bestehens von Westfalenstoffe im Jahr 2014 überließ die münsterische Firma dem Museum 598 laufende Meter Ökotextilien. In Präsentationsvitrinen sollen möglichst nur Materialien eingebracht werden, die keine Schadstoffe enthalten. Da diese luftdicht verschlossen sind, würde es bei einem anderen Vorgehen zu hohen Schadstoffkonzentrationen kommen, die die wertvollen Kunstgegenstände schädigen. Seit 2015 macht das Stadtmuseum seine Vitrinen mit dem Westfalenstoff Schritt für Schritt schadstofffrei. Begonnen wurde in Kabinett 16 zum Thema Klassizismus. Die dortige große Wandvitrine musste zuvor ausgeräumt und ein entsprechender Staubschutz angebracht werden, um die Vitrine vor ihrer Schließung vor Staub- und Schmutzpartikeln zu schützen. Dann erst konnte der neue Stoff dort eingebracht werden.

 

Jubiläen des Stadtmuseums

Im Jahr 2009 feierte das Stadtmuseum sein 30-jähriges Bestehen: Aus diesem Anlass zeigten fünf Ausstellungen die Grundlagenarbeiten eines jeden Museums – Sammeln, Erforschen, Bewahren, Dokumentieren und Vermitteln. Sie sind das Ergebnis der vielfältigen Arbeiten des Hauses zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Stadt Münster. Im August 2014 feierte das Museum dann sein 25-jähriges Bestehen an der Salzstraße und präsentierte gemeinsam mit den Kaufleuten des Salzstraßenviertels eine Ausstellung mit seltenen Postkarten aus der Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit entlang der Salzstraße. Ergänzt wurden die historischen Postkarten mit Fotografien aus der Stadtmuseumssammlung. Die Präsentation sollte den historischen Wandel der alten Handelsstraße und ihre Entwicklung über ein Jahrhundert hinweg veranschaulichen.

Im selben Jahr wurde die Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Barbara Rommé, in die Gutachterkommission für die Museumszertifizierung des Landes Niedersachsen einberufen und begleitet seitdem Museen in Niedersachsen bis zur Zertifizierung.

Bis heute erweitert sich die Sammlung des Stadtmuseums durch zahlreiche Stiftungen, Leihgaben und Schenkungen dank des großen Engagements seines Fördervereins sowie vieler Bürgerinnen und Bürger Münsters. Nur dadurch kann es eine anschauliche wie lebendige Darstellung der Stadtgeschichte für jedermann gewährleisten.

 

Weiterführende Literatur:

Eheleute Gebhart: Eleganz in Seide & Gold, Münster, Stadtmuseum Münster 2003, hrsg. v. Barbara Rommé

Andreas Feininger: That’s Photography, Ostfildern, Hatje Cantz Verlag 2004, hrsg. v. Thomas Buchsteiner

Westfalenstoffe und andere Spitzen: Die Textilkünstlerin Hanne-Nüte Kämmerer (1903 – 1981), Bielefeld, Verlag für Regionalgeschichte 2009, hrsg. v. Barbara Rommé

Aloys Röhr: Bildhauer und Grafiker aus Münster, Münster, Stadtmuseum Münster 2009, hrsg. v. Barbara Rommé

Fokus Litauen. Meisterwerke der Schwarz-Weiß-Fotografie seit 1960, Münster, Stadtmuseum Münster 2010, hrsg. v. Barbara Rommé

Chile Solidarität in Münster – Für die Opfer der Militärdiktatur 1973-1989, Münster, Verlag Westfälisches Dampfboot 2011, hrsg. v. Silke Hensel, Barbara Rommé, Barbara Rupflin

Schlossplatz – Hindenburgplatz – Neuplatz in Münster: 350 Jahre viel Platz – 11. Arbeitsheft der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen in Kooperation mit dem Stadtmuseum Münster, Münster, Tecklenborg Verlag 2012, hrsg. v. Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)

DichterOrte – Orte der Arbeit – Orte der Inspiration, Münster, Druckverlag Kettler 2013, hrsg. v. Barbara Rommé

Lili Fischer-Weg 1-65, Münster, Druckverlag Kettler 2013, hrsg. v. Barbara Rommé

Westfalen hilft Köln. Die Wiedergeburt eines Archivs, Münster, Stadtmuseum Münster 2014, hrsg. v. Barbara Rommé

Literaten im Fokus. Drei fotografische Positionen: Barbara Klemm, Herlinde Koelbl, Isolde Ohlbaum, Münster, Druckverlag Kettler 2015, hrsg. v. Barbara Rommé

Historische Fotoausstellungen:

Die fetten Jahre. Münster 1957-1968 in Fotos von Willi Hänscheid, Münster, Aschendorff Verlag 2004, bearb. von Bernd Haunfelder u. Axel Schollmeier

The Rolling Stones. Das legendäre erste Deutschland-Konzert in Münster am 11. September 1965. Fotos von Willi und Wolfgang Hänscheid, Münster, Aschendorff Verlag 2005, bearb. von Axel Schollmeier

Die bitteren Jahre – Münster in Fotos 1940 bis 1950: Krieg, Hunger, Hoffnung, Münster, Aschendorff Verlag 2005, bearb. von Axel Schollmeier u. Michael Schäbitz

Münster: Die Wunderjahre, Münster, Aschendorff Verlag 2006, bearb. von Wibke Becker, Bernd Haunfelder u. Axel Schollmeier

Die wilden Jahre: Münster in Fotos 1968 bis 1977, Münster, Aschendorff Verlag 2007, bearb. von Wibke Becker u. Axel Schollmeier

Münster 1960: Fotos und Schlagzeilen eines Jahres, Münster, Aschendorff Verlag 2010, bearb. von Karina Hansen u. Axel Schollmeier (Fortlaufend ab 1960)

Die bewegten Jahre: Münster in Fotos 1978 bis 1989, Münster, Aschendorff Verlag 2011, bearb. von Axel Schollmeier

Das unbekannte Münster: Fotos von 1950 bis 1965, Münster, Aschendorff Verlag 2013, bearb. von Regine Schiel u. Axel Schollmeier

Das untergegangene Münster – Fotos von 1940 bis 1945, Münster, Aschendorff Verlag 2014, bearb. von Axel Schollmeier

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