25 Jahre Stadtmuseum Münster an der Salzstraße

Fotoausstellungen im Stadtmuseum Münster

Künstler im Fokus

Die 1991 gegründete Friedrich-Hundt-Gesellschaft e.V. präsentiert kontinuierlich künstlerische Fotografie im Stadtmuseum Münster. Erfolgreiche Ausstellungen der letzten sieben Jahre wie die Schwarz-Weiß-Fotografien von elf litauischen Meisterfotografen gaben auf hohem ästhetischem Niveau und in großer Vielfalt einen Einblick in das Kunstschaffen dieses baltischen Staates. 2015 nahmen die drei preisgekrönten Fotografinnen Barbara Klemm, Herlinde Koelbl und Isolde Ohlbaum bedeutende Autorinnen und Autoren der Gegenwart aus vielen Teilen der Welt, darunter auch Literaturnobelpreisträgerinnen und –träger, wie Nadine Gordimer oder Günter Grass, sowie Preisträger und Preisträgerinnen höchster nationaler Literaturauszeichnungen in den Fokus.

Die Fotoausstellung „Andreas Feininger - That´s Photography“ 2011 im Stadtmuseum

Die Fotoausstellung „Andreas Feininger – That´s Photography“ 2011 im Stadtmuseum

 

2011 wurden zahlreiche Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Stadtansichten New Yorks und Naturmotiven des Fotografen Andreas Feininger gezeigt. Mit über 27.000 Besuchern in nur elf Wochen zählt diese Fotoausstellung bislang zur erfolgreichsten Sonderausstellung des Stadtmuseums. Der älteste Sohn des Bauhauskünstlers Lyonel Feininger emigrierte mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs von Paris nach New York. Seine Ansichten der Metropole, die kurz nach seiner Ankunft entstanden sind, zählen heute zu den Klassikern der Fotografiegeschichte.

 

Historische Präsentationen

Mit bisher mehr als 350.000 Besuchern und fast 25.000 verkauften Ausstellungskatalogen besitzen seit 2004 auch die zahlreichen historischen Fotoausstellungen des Stadtmuseums, die den eigenen umfangreichen Bestand unter Einbeziehung von Leihgaben aufarbeiten und die Veränderungen des Stadtbildes und des alltäglichen Lebens in Münster nachzeichnen, eine hohe Anziehungskraft beim Publikum.

Die Fotoausstellung „Das unbekannte Münster – Fotos von 1950 bis 1965“ im Jahr 2013 im Stadtmuseum

Die Fotoausstellung „Das unbekannte Münster – Fotos von 1950 bis 1965“ im Jahr 2013 im Stadtmuseum

Dabei sind Themen-Ausstellungen und Jahrgangs-Fotoserien zu unterscheiden. So wurden beispielsweise Zerstörungsbilder während des Zweiten Weltkriegs oder heute unbekannte Ansichten während und nach dem Wiederaufbau ausgestellt oder Ausstellungen zu historischen Zeiträumen wie z.B. in der Präsentation „Die bitteren Jahre. Krieg, Hunger, Hoffnung“ behandelt. Die fortlaufende Ausstellungsreihe „Vor 50 Jahren“, zu der auch jeweils Jahrbücher publiziert werden, zeigt Aufnahmen zu wichtigen Ereignissen und dem Alltag der münsterischen Bevölkerung vor 50 Jahren der Pressefotografen Willi Hänscheid und Rudolf Krause. Mit der Fotoausstellung zu der britischen Rockband „The Rolling Stones“ griff das Stadtmuseum 2005 und 2015 auch ein Stück Rockgeschichte in Münster auf und präsentierte Foto- und Fanmaterial rund um das erste Deutschlandkonzert der gefeierten Musiker am 11. September 1965 in Münster.

Die restaurierte Sendbude in der Ausstellung „Wie damals auf dem Send… Die mechanischen Schießhallen Schönhagen und Genert“ 2014 im Stadtmuseum

Die restaurierte Sendbude in der Ausstellung „Wie damals auf dem Send… Die mechanischen Schießhallen Schönhagen und Genert“ 2014 im Stadtmuseum

Nach jahrelanger Restaurierung stellte das Museum im Frühjahr 2014 die zweiteilige, fast 130 Jahre alte Schießhalle in voller Größe aus. Die Schießbude Schönhagen Genert von 1886 ist in ihrer Vollständigkeit und ihrem Umfang in Deutschland einmalig und wurde erstmals komplett mit Schießfiguren, Dekorationsstücken und sonstigem Zubehör gezeigt. Ein Teil der restaurierten Sendbude ist seitdem wieder dauerhaft in Kabinett 26 „Münster Jahrmarkt: der Send“ ausgestellt.

 

Neue Wege der Vermittlung und museumspädagogische Angebote

Die fünf Rundgänge des Multimediaguides im Stadtmuseum

Die fünf Rundgänge des Multimediaguides im Stadtmuseum

Seit 2011 verfolgt der Förderverein mit großem Engagement gemeinsam mit dem Team des Stadtmuseums das Projekt Multimediaguide, das Museumsbesuchern eine neue Form der Führung durch die Schausammlung bietet. In fünf vom Stadtmuseum eigens konzipierten Rundgängen können Erwachsene und Kinder über Film-, Bild- und Hörbeiträge zu Ausstellungsobjekten oder Stadt- und Architekturmodellen einen aktuellen, spannenden und lebendigen Einblick in die Stadtgeschichte Münsters erhalten. Hinzu kommt 2016 ein englischsprachiger Rundgang zu einzelnen Kabinetten. Dabei wird der Museumsgast über ein WLAN-System gezielt durch die Schausammlung geführt: Auf einem großzügigen Display öffnet sich kurz nach dem Betreten eines Kabinetts selbsttätig das Panorama des Raums, das mittels Wischens über das Display bewegt werden kann. In dem Panorama sind dann die Beiträge zu interessanten Objekten farblich hinterlegt. Unterstützt wurden die Projekte durch verschiedene Sponsoren.

Teilnehmer des „Demenz-Cafés“ blicken hinter die Ladentheke des Ladens Henke von 1911 in Kabinett 27 des Stadtmuseums.

Teilnehmer des „Demenz-Cafés“ blicken hinter die Ladentheke des Ladens Henke von 1911 in Kabinett 27 des Stadtmuseums.

Immer an den speziellen Bedürfnissen der Besucher orientiert, bietet das Stadtmuseum seit 2013 auch ein spezielles Programm für Menschen mit einer Demenzerkrankung an. Der historische Laden Henke oder das Café Müller in der Schausammlung bilden dabei ein geeignetes historisches Umfeld, in dem Erinnerungen der Betroffenen geweckt und durch das Eintauchen in die Vergangenheit positive Gefühle hervorgerufen werden sollen. Entwickelt wurde das Programm gemeinsam mit der Gerontopsychiatrischen Beratung der Alexianer Münster und dem „Demenz-Servicezentrum Region Münster und das westliche Münsterland“.

Das museumspädagogische Angebot für Kinder erfuhr mit der Gründung des Mimi & Mitri-Clubs durch Mitglieder des Fördervereins Stadtmuseum Münster e.V. im Jahr 2014 eine Erweiterung, um Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren ihre Stadtgeschichte abwechslungsreich zu vermitteln. In diesem können Kinder nicht nur an spannenden Angeboten teilnehmen, sondern sich auch zu Kindermuseumsführern ausbilden lassen.

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