Biographie von Elisabet Ney

1859–1870: Erfolgreiche Jahre in Europa
Bildnisbüste Arthur Schopenhauer

Bildnisbüste Arthur Schopenhauer

1859
Elisabet Ney fertigt ein Medaillon von Cosima von Bülow. Sie porträtiert Arthur Schopenhauer und fertigt eine Skulptur des Pudels von Schopenhauer.

1860
Anfertigung des ganzfigurigen Porträts von Elisabet Ney durch den Hofmaler zu Hannover Friedrich Kaulbach, das die Künstlerin mit ihrer kolossalen Büste von König Georg V. zeigt.
Elisabet Ney nimmt an der Akademieausstellung in Berlin mit den Büsten von König Georg V. von Hannover, Eilhard Mitscherlich, Arthur Schopenhauer sowie einer weiblichen Büste teil.

1860
Aufenthalt Elisabet Neys im Elternhaus in Münster sowie Einrichtung eines Ateliers in der Nähe am Bohlweg. Sie fertigt Porträtmedaillons ihres Vaters und ihrer Mutter (heute im Elisabet Ney Museum in Austin).

1861
Elisabet Ney stellt im Salon in Paris die Büsten Arthur Schopenhauers und Eilhard Mitscherlichs aus.

10. Januar 1861
Die Büsten von Jacob Grimm, Eilhard Mitscherlich und König Georg V. lässt Elisabet Ney aufgrund des Gesetzes über das künstlerische Eigentum (Copyright) als ihre Idee eintragen.

20. September 1861 und 3. Februar 1862
Die Verträge für die vier Statuen im Ständesaal der Westfälischen Provinzialversammlung zu Münster zwischen Elisabet Ney und der Ständischen Baukommission werden geschlossen.

Oktober 1861
Elisabet Ney ist an der Ausstellung des Westfälischen Kunstvereins zu Münster beteiligt: u. a. mit dem Modell für das Denkmal von Franz von Fürstenberg.

1862
Elisabet Ney nimmt an der Kunstausstellung in Köln teil: Hl. Sebastian, Büste Arthur Schopenhauers und das gemalte Porträt Elisabet Neys von Friedrich Kaulbach.

10. September 1862
Bekanntschaft Elisabet Neys mit dem Bonner Professor Hermann Hüffer im münsterischen Elternhaus, dem sie später ihre Büste von Franz von Fürstenberg schenkt.

Herbst 1862
Reise Elisabet Neys nach Heidelberg über Bonn; danach folgt ihr erster London-Aufenthalt, vermutlich Besuch der Londoner Weltausstellung (1. Mai bis 1. November 1862).

Vier Statuen

Vier Statuen

Ende 1862
In der Kölnischen Zeitung erscheint am 6. Oktober der Artikel von Hermann Hüffer über die „Vier Statuen der Elisabet Ney“, die gerade vollendet und im Ständesaal zu Münster platziert sind. Am 20. Dezember erscheint dann auch die Besprechung der Ständehausfiguren von Levin Schücking in der Leipziger „Illustrirten Zeitung“.

Februar 1863
Elisabet Ney fertigt die Büste von Hofrat Christian Kapp in Heidelberg. Auf der Rückreise trifft sie Hermann Hüffer in Linz am Rhein. Hüffer begleitet Elisabet Ney nach Köln. Von dort fährt Ney das zweite Mal nach London, um ihren Freund Edmund Montgomery zu besuchen: Erster Tuberkuloseanfall von Edmund Montgomery.

Ende August–9. September 1863
Aufenthalt Elisabet Neys in Münster

September/Oktober 1863
Dritter London-Aufenthalt Elisabet Neys

Postkarte Madeira um 1900

Postkarte Madeira um 1900

Ende Oktober 1863
Ankunft Elisabet Neys auf Madeira und Bezug der Villa auf Madeira gemeinsam mit Edmund Montgomery sowie des Ateliers ‚Formosa‘

7. November 1863
Heirat von Elisabet Ney und Edmund Montgomery, die auf Wunsch von Elisabet Ney nie gegenüber Dritten zugegeben wird. Sie bleibt weiterhin Fräulein Ney.

um 1864
Elisabet Ney führt die Genien-Gruppe Sursum aus.

Herbst 1864
Elisabet Ney nimmt an der Akademieausstellung in Berlin mit der Bronzestatuette Lord Brownlows teil.

Bildnisbüste eines Kindes

Bildnisbüste eines Kindes

1865
In Marmor führt Elisabet Ney eine Kinderbüste aus, die sich heute im Stadtmuseum Münster befindet.

1865
Elisabet Ney führt die Büste von Lady Marian Alford auf Madeira aus.

 

 

 

 

Büste Edmund Montgomery

Büste Edmund Montgomery

1865/1866
Die Büste von Edmund Montgomery wird in Marmor ausgeführt (Entwurf 1864/1865).

Mai 1865
Nach 18-monatigem Aufenthalt auf Madeira reisen Elisabet Ney und Edmund Montgomery nach Lissabon.

 

 

 

 

Büste Giuseppe Garibaldi

Büste Giuseppe Garibaldi

Mitte Mai 1865
Elisabet Ney setzt von Genua nach Caprera zu Giuseppe Garibaldi über und fertigt die Büste und eine Statuette des Revolutionärs.

Sommer 1865
Elisabet Ney hält sich in Berlin auf.

Herbst 1865
Elisabet Ney führt in Hannover nach dem Entwurf von 1860 eine weitere Marmorbüste von König Georg V. von Hannover aus.

Sommer 1866
Urlaub in Tirol, Schloss Kropfsberg am Inn: Bekanntschaft mit der zukünftigen Haushälterin Crescentia „Cencie“ Simath (Tochter eines Innsbrucker Buchbinders auf Schloss Kropfsberg)

Sommer 1866
Elisabet Ney arbeitet ihr Werk des gefesselten Prometheus aus.

Sursum

Sursum

Herbst 1866
Elisabet Ney führt die Marmorfassung der Genien-Gruppe Sursum aus.

Februar 1867
König Wilhelm I. von Preußen nimmt in Elisabet Neys Atelier in der Münzstraße in Berlin die im Entstehen begriffene Otto von Bismarck-Büste in Augenschein.

1. April bis 3. November 1867
Auf der Weltausstellung in Paris stellt Elisabet Ney die Büste Giuseppe Garibaldis, die Genien-Gruppe Sursum, die Statuetten von Lady Alford und Lord Brownlow sowie die Büste Otto von Bismarcks aus.

16. Mai 1867
Die Otto von Bismarck-Büste wird in einer Sitzung des Berliner Kunstvereins gezeigt.

Büste Joseph Joachim

Büste Joseph Joachim

Sommer 1867
Elisabet Ney hält sich in Hannover bei den Joachims auf und fertigt die Büsten von Joseph und Amalie Joachim.

19. August 1867
Elisabet Ney kommt in Münster an und bleibt bis Ende September. Dort entscheidet sie sich für München und gegen Berlin als Wohnort. Sie hofft, dass die Genien-Gruppe Sursum das Interesse von König Ludwig II. weckt.

November/Dezember 1867
Elisabet Ney tritt in den Münchner Kunstverein ein.

Dezember 1867
In Berlin wird der Verein für Künstlerinnen gegründet. Elisabet Ney nimmt an der ersten Ausstellung mit der Otto von Bismarck-Büste teil.

1868
Elisabet Ney porträtiert die beiden Chemiker Justus von Liebig und Friedrich Wöhler.

Bildnisbüste Justus von Liebig

Bildnisbüste Justus von Liebig

Bildnisbüste Friedrich Wöhler

Bildnisbüste Friedrich Wöhler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1868
Elisabet Ney reist nach Füssen, um Porträtsitzungen mit König Ludwig II. auf Hohenschwangau wahrzunehmen.

15. Februar 1868
Elisabet Ney berichtet von ihrem Studienleben bei Justus von Liebig, bei dem sie mit Begeisterung Vorlesungen in Chemie hört.

16. März 1868
Elisabet Ney erhält ein Atelier in der Münchner Residenz im Odysseussaal, das ihr König Ludwig II. zur Verfügung stellt.

Frühjahr 1868
Elisabet Ney arbeitet an dem Entwurf der Statue König Ludwigs II.

1. April 1868
Graf Georg von Werthern verwendet sich in einem Brief für den Ankauf einer Otto von Bismarck-Büste in Marmor von Elisabet Ney durch den preußischen König Wilhelm I.

Juli 1868
Elisabet Ney arbeitet in München an ihren Büsten-Aufträgen für die Neue Polytechnische Hochschule: Büsten Friedrich Wöhler und Justus von Liebig.
Sie erhält den Vertrag über die zwei Figuren (Hermes und Iris) für die Attika des nördlichen und südlichen Übergangbaues der Neuen Polytechnischen Hochschule in München.

10. November 1868
Edmund Montgomery ist in Florenz und begibt sich auf den Weg nach Rom, um sich dort als Arzt niederzulassen.

20. Januar 1869
Elisabet Ney schickt die Büsten von Georg von Werthern und Justus von Liebig an König Ludwig II. in der Hoffnung, ihn zu weiteren Porträtsitzungen zu bewegen.

26. Januar 1869
Kauf einer Villa mit Atelier in München, Schwabinger Grube 8, später Maria-Josefa-Straße 8

Februar/März 1869
Erneut finden Porträtsitzungen mit König Ludwig II. statt.

9. März 1869
Vertrag für die Statue König Ludwigs II. wird von Elisabet Ney unterzeichnet.

10. März 1869
Elisabet Ney kommt in Bozen an und trifft dort Edmund Montgomery und Professor Kleinschod; Weiterreise über Venedig und Florenz nach Rom.

Ende März/Mitte April 1869
Elisabet Ney betreut die Marmorausführung der Büste König Ludwigs II. während ihres Aufenthaltes in Rom.

21. April 1869
Elisabet Ney und Edmund Montgomery reisen nach Neapel und setzen von dort nach Alexandria über. Es schließt sich eine Nilfahrt an – danach setzen die beiden nach Athen über.

Juli 1869
Die erste Internationale Kunstausstellung findet im Königlichen Glaspalast in München statt; auch Elisabet Ney ist mit der Marmorbüste von König Ludwig II. beteiligt.

Ende 1869
Elisabet Ney fertigt ein Selbstbildnis, das sie einem modellierten Löwenrumpf aufsetzt.

1869/1870
Elisabet Ney modelliert das Standbild von König Ludwig II.

10. Dezember 1870
Elisabet Ney setzt den Special-Commisär für die Neue Polytechnische Hochschule zu München, Gottfried Neureuther, in einem Brief in Kenntnis, dass sie das Modell der Königsstatue nicht abgeben wird, da sie vertraglich dazu nicht verpflichtet ist und nur die Marmorfassung liefern muss.

Dezember 1870
Abreise Eisabet Neys aus München über Münster nach Bremen, um mit dem Schiff SS Main nach New York überzusetzen.


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